Allgemeines - Queer-Politik

Solidarität lässt sich nicht abwählen!

9. September 2026

Lesedauer: ca. 2 Minuten
Pride flag auf der CSD-Demo 2026

Es fällt auch uns schwer, die richtigen Worte zu finden für das, was wir nach dem Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt empfinden. Da ist Wut, da ist Angst, da ist Traurigkeit und auch Fassungslosigkeit.

Es war zwar absehbar, dass die AfD viele Stimmen bekommen würde. Trotzdem sitzt der Schock tief, dass fast jede:r Zweite in unserem Nachbarbundesland eine Partei gewählt hat, die als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird.
Eine Partei, die sich gegen Vielfalt, Feminismus und Inklusion stellt und immer wieder gegen Menschen mobilisiert, die nicht in ihr Weltbild passen. Queere Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen mit Behinderung und andere marginalisierte Gruppen waren und sind Zielscheiben rechter und rechtsextremer Hetze und Gewalt.

Wir als CSD Leipzig stehen deshalb solidarisch an der Seite all jener Menschen in Sachsen-Anhalt, die sich für eine vielfältige Gesellschaft, für Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Inklusion einsetzen. Wir setzen uns für einen demokratischen Rechtsstaat ein, in dem die Würde und die Rechte jedes Menschen geschützt werden.

Ja, wir verstehen, dass viele Menschen unzufrieden sind und sich eine Verbesserung ihrer Lebenssituation wünschen. Politische Unzufriedenheit und Frust verdienen Gehör. Sie dürfen aber nicht auf Kosten anderer ausgetragen werden. Eine Partei zu wählen, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird und deren Politik sich gegen die Gleichwertigkeit von Menschen richtet, ist für uns keine Antwort auf gesellschaftliche Probleme!

Viele Menschen in Sachsen-Anhalt haben jetzt Angst. Viele Vereine, Initiativen und Organisationen in Sachsen-Anhalt fragen sich, was die kommenden Monate für ihre Arbeit bedeuten werden. Gerade für queere Strukturen, Beratungsstellen und zivilgesellschaftliche Projekte kann die politische Entwicklung erhebliche Konsequenzen haben.

Wir wünschen allen progressiven Menschen, Initiativen und Organisationen in Sachsen-Anhalt viel Kraft für die bevorstehende Zeit. Gleichzeitig gilt: Auch wir dürfen uns nicht zurücklehnen. Gerade jetzt müssen wir weiterhin sichtbar sein und Haltung zeigen, solidarisch sein und füreinander einstehen.

Deshalb unterstützen wir den CSD Halle am 12. 09.2026 Lasst uns gemeinsam zeigen, dass wir uns nicht einschüchtern und nicht spalten lassen. Gehen wir auf die Straße: Für Vielfalt, für Selbstbestimmung, für Gleichberechtigung und für eine Gesellschaft, in der alle Menschen frei und sicher leben können.

Solidarität lässt sich nicht abwählen!

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